Das Monster in meinem Bett 

Ein Monster wohnt in meinem Bett
Ich sah unter meine Decke
Hab es entdeckt
Die Haut hängt in Fetzen ihm vom Leib
Hält sein Gesicht versteckt
Kichert leis

Das Monster in meinem Bett
Es hält mir die kalte Hand
Sticht feinen Nadeln
In mein Herz
Hält mich fest bis es schmerzt

Das Monster das ich hab entdeckt
Hält mein Gesicht jetzt auch versteckt
Mit zuckenden verrenkten Gliedern
Krallt sich fest in mein Haar
Und reißt es mir in Büscheln aus

Das Monster in meinem Bett
Legt den Kopf in meinen Schoß
Deckt mein Herz
mit Schlaf sanft zu
doch seines findet keine Ruh

Das Monster unter meiner Decke
Mir so lieb und gut
Ich halt es fest bis es schmerzt
Sein Schweiß schimmert silbrig
Im Mondlicht
Verdrehte Körper zeichnen geschmeidig Wellen
In die Laken

Stacheldrahtlippen auf meine Stirn gesenkt
Das Gesicht verzerrt in Abscheu
Fingernägel an verunstalteten Fingern
zerreißen gierig bleiches Fleisch
Mach die Augen zu, wispert es in mein Ohr

Seine heiße feuchte Haut
Deckt meine bleiern zu
Die sich langsam blaugrün verfärbt
Während es auf mich niederprasselt
Wie ein Hagelsturm
Einer der Körper bricht entzwei

Mein Monster lächelt seicht
Das Nadelkissen in meiner zerfleischten Brust
gerät ins Stocken
Las mich los!
Unter spitzen Schreien wird die Kehle heiser
Lass mich los! ….

Ein Monster wohnt in meinem Bett
Es sah unter meine Decke
Hat mich entdeckt
Begrub mich zwischen meinen Kissen
Ein zerfetztes Kuscheltier
Es kichert leis

Mama …
Da ist ein Monster in meinem Bett